FAQ

Da ich doch immer wieder dieselben Fragen per Mail bekomme, habe ich mich entschlossen, ein FAQ einzurichten. Haben Sie weitere Fragen, die hier stehen sollten? Ich beantworte sie gerne, allerdings unter der Maxime: Auf blöde Fragen gibt es blöde Antworten ;-) raumvektor@gmx.de

Wird es eine Fortsetzung zu der „Transport“-Trilogie geben?

Ist im Moment nicht in Planung, obwohl es einige grundlegende Ideen gibt. In nächster Zeit sicher nicht.

Wird es eine Fortsetzung zu „Paradox“ geben?

Obwohl ich das bisher verneint habe, gibt es ein paar neue Ideen und mittlerweile ein Konzept, das einen Roman tragen könnte. Ist aber noch nicht entschieden. Genaueres kann ich wahrscheinlich im Sommer sagen.

Was kommt denn als nächstes?

Zunächst im April ein Parallelprojekt, an dem ich seit 2014 arbeite. Ein Sachbuch über Science-Fiction-Filme. Mehr dazu hier.

Der nächste Roman heißt „Flug 39“ und ist eine Zeitreisestory. Erscheint im Spätsommer 2017.

„Transport“ ist so geil. Kann man das nicht verfilmen?

Das Filmgeschäft ist ein Haifischbecken. Grundlegend muss man sagen, dass es in Hollywood so dermassen viele Drehbücher gibt, dass man da nicht unbedingt auf einen deutschen Roman wartet. Anders wäre es, wenn „Transport“ sich in den USA zu einem Millionenseller entwickeln würde und danach sieht es eher nicht aus.

In Deutschland ist es auch nicht viel besser. Das Interesse der Produzenten an SF hält sich leider sehr in Grenzen. Es gab zwar schon vereinzelte Anfragen von Indie-Firmen an den Filmrechten, aber im Falle einer Verfilmung lege ich Wert auf hohe Produktionswerte. Eine Realisierung als B-Movie kommt für mich nicht in Frage.

Und wenn es noch nicht mal Perry Rhodan schafft, eine vernünftige Verfilmung zu finanzieren …

Also: Nein, es ist keine Verfilmung in Sicht.

Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben? Wie läuft das ab?

Normalerweise beginne ich, ausgehend von einem Konzept, mit einer Planungsphase, in der die grobe Handlung bis auf Kapitelebene und die zentralen Charaktere festgelegt werden. Das dauert etwa einen Monat. Normalerweise kenne ich den Anfang, die sogenannten Plot-Points (Überleitung zwischen den Akten) und das Ende, bevor ich auch nur ein Wort schreibe.

Dann kommt natürlich das Schreiben des Romans, das je nach Umfang drei bis vier Monate dauert. Ich setze mir normalerweise ein Pensum von 1.000 bis 2.000 Wörter pro Tag. Das hängt davon ab, ob ich zeitgleich ein anderes Projekt verfolge.

Dann lese ich mir den Roman im Ganzen erneut durch und entscheide dann, ob irgendwo Kapitel gekürzt oder ganz gestrichen werden müssen oder ob vielleicht noch Kapitel eingefügt werden sollen, um einen vernünftigen Spannungsbogen zu schaffen. Anschließend beginnt die Korrekturphase, wo ich mit dem Rotstift auf Papier das ganze Manuskript noch einmal durchgehe. Hier werden Sätze umformuliert, gestrichen, beigefügt und die Dialoge überarbeitet. Diese Phase ist sehr zeitintensiv und anstrengend. Sie dauert etwa einen Monat.

Jetzt geht das Manuskript ins Lektorat. Der/die Lektor/-in geht das ganze Buch mit den Augen eines kritischen Lesers noch einmal durch, sucht nach inhaltlichen Schwächen, logischen Widersprüchen und macht Vorschläge, um die Lesbarkeit zu verbessern. Parallel dazu gebe ich spätestens jetzt das Cover in Auftrag und formuliere den Klappentext. Dauert meist einen Monat.

Wenn ich das Buch aus dem Lektorat zurück habe, gehe ich selber das ganze Buch noch einmal durch und bearbeite die Änderungen und Vorschläge des Lektorats. Das können bei einem Roman über 500 Seiten gut und gerne 10.000 und mehr Anmerkungen sein. Diese Phase dauert nochmal einen Monat.

Jetzt geht das Werk ins Korrektorat und wird dabei auf Grammatik- und Rechtschreibfehler geprüft. Anschließend lese ich es mir selber noch ein weiteres mal komplett durch und nehme letzte Änderungen vor. Dann wird das Mansukript als E-Book formatiert, auf verschiedenen Readern getestet und das Layout der Printausgabe vorbereitet. Dann kann das Buch veröffentlicht werden. Insgesamt dauert bei einer sorgfältigen Arbeitsweise das Schreiben eines Romans bei mir etwa ein halbes Jahr, wobei ich an manchen Stoffen parallel arbeite. So schreibe ich oft an einem Roman, während ein anderer korrigiert wird.

Warum erscheinen deine Bücher nicht über einen Verlag?

„Paradox“ ist als Printausgabe bei Bastei-Lübbe erschienen, ansonsten arbeite ich prinzipiell aber lieber eigenständig. Das hat zwei Gründe: Zum einen bin ich ein Kontrollfreak und kümmere mich selber um Lektorat und Korrektorat, für die ich kompetente Partner habe. Ebenso möchte ich eine Mitsprache beim Gestalten des Covers und der Preisgestaltung haben. Bei einem Verlagsvertrag gibt man diese Kontrolle größtenteils ab. Ein E-Book bei einem Verlag wäre außerdem deutlich teurer wegen der Overheadkosten.

Grund Nummer zwei ist die Bezahlung. Bei der Zusammenarbeit mit einem Verlag  bleiben bei einem E-Book gerade mal 15% der Nettoerlöse (Bei Starautoren bis 25%, wozu ich nicht gehöre) beim Autor. Beim sogenannten „Selfpublishing“ ist es deutlich mehr, auch wenn man als eigenständiger Autor deutlich mehr Arbeit hat und sich von Lektorat über Buchlayout, Marketing und Organisation um viele Dinge selber kümmern muss.

Was ich allerdings vergebe, sind sogenannte Nebenlizenzen. So hat sich Audible die Rechte an einigen Büchern gesichert und kümmert sich eigenständig um die Vertonung und den Verkauf als Hörbuch.

Wie hoch ist die Auflage Ihrer Bücher?

Ich habe gar keine Auflage, da ich über das „Print on demand“-Verfahren drucke. Das heißt, dass Bücher als Einzelexemplare gedruckt werden, sobald eine Bestellung vorliegt. Bei E-Books gibt es natürlich auch keine Auflage im klassischen Sinne. Aber um die Frage zu beantworten: Das am besten verkaufte Buch ist bislang „Transport“, wovon bis heute 60.000 E-Books und 15.000 Printbücher veräußert wurden. Die Ausleihvorgänge bei KU kann ich nicht genau sagen, aber es dürften sicher mindestens 50.000 gewesen sein. Die Zahlen von „Paradox“ sind etwas darunter.

Liest du deine Rezensionen bei Amazon und wenn ja: hat das einen Einfluss auf deine Bücher?

Die Antwort ist: Ja, ich lese die Rezensionen. Jede einzelne. Zum Einfluss: Ein Autor schreibt für zwei Parteien: Für sich selbst und seine Leser. Ich schreibe in erster Linie die Bücher, die ich selber gerne lesen möchte und wenn dieser Anspruch nicht erfüllt ist, wird es nicht veröffentlicht. Mein persönlichster Roman war „Paradox“, in dem zwei Themen kombiniert wurden. Nämlich zum einen das Thema, wie sich das Astronautenleben anfühlt und zum anderen die Thematik um die Sphäre draussen im Sonnensystem. Ich verstehe, dass einige das erste Thema nicht sonderlich interessiert hat und die lieber reine SF gelesen hätten. Es gab Rezensionen, die das erste Thema toll fanden und das letzte eher nicht. Bei „Transport 2“ war es ähnlich. Die einen fanden das neue Thema erfrischend, andere hätten lieber eine Handlung in der Nähe des ersten Teils gewünscht (Die hoffentlich mit dem dritten Teil dann wieder etwas anfangen konnten).

Ergo: Oft finden manche Leser genau die Dinge toll, die andere mies finden. Insofern sind Rezensionen sehr subjektiv und ich muss leider feststellen, dass ich es als Autor nicht jedem recht machen kann, auch wenn ich das gerne würde. Ich versuche, in Zusammenarbeit mit meinem Lektorat handwerklich perfekte Arbeit abzuliefern, der Inhalt ist dann aber leider subjektiv und abhängig von der Lesererwartung. Und natürlich versuche ich, in neuen Romanen auch neue Wege zu gehen, selbst wenn das ein Risiko bedeutet. Wenn sich aber ein eindeutiger Trend bildet, dann berücksichtige ich das natürlich in den nächsten Büchern.

Ich habe einen Reader von Tolino und würde gerne Ihre Bücher lesen, aber das geht nicht. Warum gibt es Ihre E-Books nur bei Amazon?

Kurz: Weil ich einen Exklusivvertrag bei Amazon habe. Das ist leider notwendig, wenn ich meine Bücher über die Kindle-Unlimited Flatrate verfügbar machen möchte, die mir einen Großteil meiner Tantiemen einbringt. Ich sehe das Quasi-Monopol von Amazon auch kritisch, aber man muss sagen, dass Amazon die Autoren am fairsten bezahlt und „Selfpublisher“ wie mich gleichberechtigt mit Verlagsautoren behandelt. Bei den Tolino-Shops (eine Allianz mehrerer Großverlage) werden vorrangig eigene Verlagsautoren gelistet. So kommt es, dass man z.B. bei Thalia in der Science-Fiction-Liste meine Printbücher nicht findet, wenn man nicht explizit danach sucht. Solange „Selfpublisher“ und Kleinverlage dort als Autoren zweiter Wahl behandelt werden, sehe ich es nicht ein, für eine Verfügbarkeit dort Tantiemen einzubüßen. Daß manche Leser darum meine Bücher nicht als E-Book lesen können, nervt mich auch und ich hoffe, dass sich da bald etwas ändert. Nochmal: Trotz aller Vorurteile werden Autoren bei Amazon am fairsten behandelt.

Gibt es deine Bücher auch in anderen Sprachen?

Ja, „Transport“ ist mittlerweile in englischer Sprache verfügbar. „Transport 2“, „Transport 3“ und „Paradox“ folgen 2017. Für andere Sprachen suche ich noch Verlage als Lizenzpartner. Aber man muss sagen: Deutsche Science-Fiction ist im Ausland nicht sonderlich gefragt.

Warum geben Sie keinen genauen Veröffentlichungstermin an?

Beim letzten Buch ist es beim Veröffentlichungsprozess von Seiten Amazons zu Problemen bürokratischer Art gekommen, da Lizenzrechte noch abgeklärt werden und Dokumente nachgereicht werden mussten. Dadurch ist das Buch ist erst später als angekündigt erschienen. Bei der Print-Version ist es ähnlich, da dies nach meiner Freigabe noch durch mehrere Hände in unterschiedlichen Firmen geht, bevor es bei den Händlern gelistet wird. Beim letzten Buch hat dieser Prozess ganze drei Wochen gedauert. Darum gebe ich kein genaues Datum mehr an, sondern nur einen ungefähren Zeitrahmen. Als Alternative biete ich eine Mailingliste an, über die ich informiere, sobald ein E-Book oder Printbuch verfügbar ist.

Warum kann man deine Bücher nicht bei Amazon vorbestellen?

Damit ein Buch vorbestellt werden kann, muss man es Amazon bereits zur Verfügung stellen. Wenn das Buch fertig ist, möchte ich es aber gleich veröffentlichen. Warum sollte ich es zurückhalten? Gut, kann aus marketingtechnischer Sicht sinnvoll sein, ist aber nicht meine Arbeitsweise. Wer über Neuerscheinungen auf dem Laufenden sein möchte kann sich gerne in die Mailingliste eintragen.

Sonst noch Fragen? Gerne per Email an raumvektor@gmx.de oder auf dieser Seite in die Kommentare.

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