Filmkritik: Lockout

Regie: James Mather, Stephen St. Leger
Drehbuch: James Mather, Stephen St. Leger, Luc Besson
Schauspieler: Guy Pearce, Maggie Grace, Vincent Regan, Peter Stormare, Jacky Ideo
Musik: Alexandre Azaria
Kamera: James Mather
Land: USA, F
Budget: 20 Mio. $
Start: 13.4.2012

Die Handlung erinnert an eine Mischung aus »Stirb langsam« und »Die Klapperschlange« – und das alles im Weltraum. Präsidententochter Emilie (Grace) ist auf der Gefängnisraumstation MS-1, als dort ein Aufstand losbricht. Einzelkämpfer Snow (Pearce), dem eine Haftstrafe droht, soll in die Station eindringen und sie befreien.
Der von Luc Besson koproduzierte Film hat durchaus vernünftige Produktionswerte, allerdings können die Spezialeffekte nicht immer überzeugen. Vor allem die Szenen der Verfolgungsjagd am Anfang sind eher auf Computerspielniveau. Hauptdarsteller Guy Pearce spielt den Einzelkämpfer Snow beeindruckend und mit einem spröden Charme, der der Figur etwas Sympathisch-Anziehendes verleiht. Die anderen Darsteller sind zumindest nicht schlecht.
Das Hauptproblem von Lockout ist jedoch das Drehbuch. Der Handlung fehlt eine konsistente rote Linie. So hetzt das Geschehen ohne Ziel und Sinn durch die stählernen Gänge der Raumstation. Ein Spannungsaufbau ist nicht erkennbar. Ein Kampf mal hier, eine Actionszene da – das macht nicht automatisch einen guten Film. Auch mit der Figurenzeichnung und vor allem den schwachsinnigen Dialogen hat man sich keinen Gefallen getan. Hauptdarsteller Snow reißt zu viele Machosprüche zu den unpassendsten Zeiten, und aus dem Mund von Präsidententochter Emilie kommt weitgehend Unsinn.
Durch die Schwächen im Drehbuch beginnt man sich schnell zu langweilen. Man erkennt auch, dass aus der Geschichte und den Figuren deutlich mehr herauszuholen gewesen wäre. Bei den Produktionswerten hätte ein richtig guter Film daraus werden können. Aber durch die benannten Probleme bleibt der Streifen hinter seinen Möglichkeiten zurück und ist unterdurchschnittlich.

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Aus dem Buch 115 Jahre Science-Fiction im Kino – 250 Filme von 1902 bis 2016 von Phillip P. Peterson (erscheint im Frühjahr 2017)

 

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