Filmkritik: Moontrap

Regie: Robert Dyke
Drehbuch: Tex Ragsdale
Schauspieler: Walter Koenig, Bruce Campbell, Leigh Lombardi
Musik: Joseph LoDuca
Land: USA
Start: 28.4.1989

Moontrap ist ein Science-Fiction-Film, der Ende der Achtziger ursprünglich als Direct-to-Video-Produktion geplant war, in Europa aber auch in den Kinos lief und heute in Fan-Kreisen Kultfilmstatus besitzt. Ich kannte den Film noch von damals, aber eine neue Blu-Ray-Veröffentlichung mit HD Remaster ließ mich im Laden zugreifen und gestern schaute ich mir den Streifen nochmal an.
Zunächst zur Handlung: Ein Space Shuttle stößt im Erdorbit auf ein altes Raumschiff, das offenbar vom Mond stammt. Der Schluss liegt nahe, dass sich dort eine außerirdische Basis befinden muss. Also machen sich die Astronauten Grant (Koenig) und Tanner (Campbell) mit einer übriggebliebenen Mondrakete aus dem Apollo-Programm auf den Weg und begegnen auf dem Erdtrabanten Robotern, die dem Besuch nicht gerade freundlich gesonnen sind.
Der Film war eine B-Movie-Produktion, die gar nicht ins Kino kommen sollte. Drehbuch, Kulissen und Spezialeffekte sind aber stellenweise auf einem höheren Niveau als bei manchen teureren Achtziger-Streifen, die ich in der letzten Zeit gesehen habe, wie zum Beispiel »Lifeforce« oder »Invasion vom Mars«.
Der Film lebt besonders von seinen beiden sympathischen Hauptdarstellern. Das sind »Star Trek«-Mime Walter Koenig, dem man stellenweise etwas viel Schminke aufgetragen hat, und »The Evil Dead«-Kultschauspieler Bruce Campbell. Vor allem letzterer geht humorig an seine Rolle heran, sodass man als Zuschauer einfach Spaß hat.
Das einzig wirklich Grottige ist der Synthie-Soundtrack, aber darüber kann man hinweg sehen. Die Dreharbeiten an einem zweiten Teil sind übrigens abgeschlossen. Ein erster Trailer ist bereits im Netz, der aber leider nicht besonders gut aussieht. Die Schauspieler von damals sind nicht mit dabei.

Moontrap bei amazon:

Aus dem Buch 115 Jahre Science-Fiction im Kino – 250 Filme von 1902 bis 2016 von Phillip P. Peterson (erscheint im Frühjahr 2017)

 

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